Yoga & Bouldern

Wer lust hat Yoga & Bouldern zu kombinieren, der ist bei uns genau richtig!

Mit Jeli (Daniela Jarczyk), Jogalehrerin,  und Christoph Gotschke, Personaltrainer,  bieten wir euch ein spitzen Team, um Joga und bouldern zu vereinen.

Kursablauf: Yoga Warm-up + Mobilisation (ca. 0,5 h), individuelles Bouldertraining (ca. 2 h), Yoga-Session (ca. 1,5 h)

Kosten: 40,- € für ca. 4 h Training in einer Gruppe bis max. 6 Teilnehmer

 

Freie Jogatermine:

Mittwochs 18-22 Uhr:  09.08.17, 13.09.17

 

Anmeldung im KRAFTWERK an der Theke oder telefonisch zu den Öffnungszeiten.

 

Öffnungszeiten über die Feiertage

Für alle die sich fragen wann sie das Weihnachtsessen wieder abtrainieren können – hier unsere Öffnungszeiten:

Betrifft die Kletterhalle Rieden und das Kraftwerk:

24.12. – Geschlossen
25.12. – Geschlossen
26.12. – Geschlossen
31.12. – Geschlossen
1.1. – Geschlossen
An den übrigen Tagen haben wir jeweils regulär Geöffnet!
Frohe Festtage und auf bald!

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Projekt Kletterturm Mindelheim

Mit der Sektion Mindelheim des Deutschen Alpenvereins verbindet mich schon seit einigen Jahren Sympathie, in dem legendären, dem besten Boulderraum aller Zeiten haben wir eine geniale Zeit verbringen dürfen. Deswegen freut es mich umso mehr, dass wir den Auftrag zur Erstbestückung des neuen Kletterturmes bekommen haben. Wir haben unser Bestes gegeben um euch zu einem guten Start zu verhelfen.
Die beiden Hebebühnen und die Schlagschrauber kamen nicht mehr zur Ruhe und in wenigen Tagen zauberten wir 80 Routen an die Wand. Alles in allem ist es sehr gut gelaufen, super Team mit Thomas und Dennis, schöne Wand von Walltopia, 2 Hebebühnen-Monster: So kann, will, muss und darf ich arbeiten!

Am 12. Juli ist Eröffnung, unbedingt weitersagen!

Kletterturm Mindelheim Kletterturm Mindelheim Kletterturm Mindelheim Thomas und Dennis

 

BEAL und TENAYA

Unsere neuen Ausrüster und Kooperationspartner

Uns ist sowohl als Betreiber des DAV Kletterzentrums Allgäu aber vor allem auch für unsere Kletter- und Bergschule CHOUCAS sehr wichtig, dass wir uns in kleinen aber spürbaren Schritten weiterentwickeln. Jetzt ist uns zusammen mit den Firmen BEAL und TENAYA ein großer Schritt in diese Richtung gelungen. Mit der Sommersaison 2014 können wir Euch bei allen Kursen, Trainings und Führungen Premium Leih- und Testmaterial zur Verfügung stellen. Gutes Material kann dazu beitragen, erfolgreich und mit Spass zu klettern, ganz sicher kann schlechtes Material den Tag vermiesen. Und mit unserem neuen Verleih- und Testmaterial wird unser Kursprogramm für Euch noch attraktiver!

BEAL

BEAL Pure GripBEAL (www.beal-planet.com) ist als größter Seilhersteller weltweit in Frankreich ansässig und schon seit langem für Top-Qualität bekannt. Bisher weniger bekannt ist, dass BEAL auch ein breites Sortiment an Klettergurten und Kletterhartware anbietet. Wir sind gespannt, wie bei Euch die Produkte ankommen, wir haben sie schon eingehend testen können und waren sehr positiv überrascht! Die Seile haben wir ohnehin schon seit Jahren im Einsatz und jetzt noch verstärkt im Test, Verleih und Verkauf.

Tenaya

TENAYA (www.tenaya.net) ist ein spanischer Schuhspezialist und dort auch sehr bekannt und beliebt. Tenaya hat nun einen starken Vertriebspartner in Deutschland für sich gewinnen können und macht sich auf, den deutschsprachigen Raum zu erobern. Mit frischen Ideen, sehr guter Passform und fairen Preisen bietet Tenaya ein kleines aber feines Sortiment, dass ihr bei unseren Kursen gerne testen könnt. Ihr werdet überrascht sein, ein guter Kletterschuh muss nicht wehtun, ganz im Gegenteil!

Schaut doch mal auf die beiden Webseiten oder kommt bei uns vorbei, wir freuen uns auf neugierige Kletterer!

BEALBEAL Seile

 

 

 

 

 

Heureka! Griffbrett-Montage

Heureka! Ich hab‘ die Lösung!

Welcher Kletterer kennt das nicht:

Stolz wie Nachbars Lumpi kommst Du vom Sportartikelhändler deines Vertrauens, vielleicht auch aus der Shopping-Meile in Arco oder – böse, böse – der Online-Anbieter liefert es nach Hause. Nun liegt es vor dir, der Traum unzähliger schlafloser Nächte, das Objekt deiner Begierde, der Quell deiner Hoffnung: DEIN NEUES GRIFFBRETT!

Es wird wie von selbst dein Fingerkraft-Problem beseitigen. Unwissenden, aber gerade deswegen neidischen Beobachtern wird in Zukunft nur noch deine Souveränität und beispiellose Form auffallen, Du wirst völlig schwerelos über kleingriffige Passagen schweben und Laktat wirst Du nur noch aus Erzählungen kennen… Doch auf dem Weg zu diesem traumhaften Zustand gilt es noch ein klitzekleines Problem zu beseitigen: Das Ding muss über der Tür montiert werden. Und als Du schwerbewaffnet mit Schlagbohrer, Dübeln, Schrauben und Staubsauger aufmarschierst, passiert es: Eine Macht, viel stärker als Du es jemals sein wirst, hält dich auf. Die personifizierte Vernunft in Gestalt Deiner Frau/Freundin/Mitbewohnerin oder deines Vermieters steht vor dir und stoppt dein euphorisches Treiben. Mädels, nehmt es nicht persönlich, aber dieses Klischee stimmt wirklich… Nein, Du wirst NICHT die frisch renovierte Altbauwohnung zerlöchern (ganz abgesehen davon, dass das Mauerwerk Schrott ist), Du wirst NICHT deine Spax-Schrauben in die schönen Holzbalken jagen und AUF GAR KEINEN FALL wirst Du dieses hässliche Ding fest in MEINER Wohnung installieren. Wie schaut denn das aus, Widerstand zwecklos, Rausschmiss garantiert. Du wirst weiter in die Kletterhalle gehen und eben NACH dem Training Klettervideos anschauen. Och Menno… ! Gibt es denn da gar keine Lösung, können wir das nicht nochmal in Ruhe besprechen? Nicht… !? Und wenn es eine Lösung gäbe, wo keine Löcher in der Wand bleiben, die ruckzuck auf- und abgebaut ist und die fast nix kostet…?

Trommelwirbel, Tusch, tatatataaaaaaa:

Du misst die wichtigsten Sachen aus (Griffbrett, Tür) und Du besorgst dir:

  •  2 Schraubzwingen (sie müssen aber so lange „Arme“ haben, dass die Bretter etwa in der Mitte erfasst werden!)
  •  2 passende Bretter (etwas höher und deutlich breiter als dein Griffbrett und dicker als die Leisten vom Türstock, sonst beschädigen die Schraubzwingen die Tür, auf meinen Bildern musste ich mit den zwei schmalen Streifen improvisieren)
  • ein paar kurze (!) Spax/Torx und einen Akkuschrauber

Dann schraubst Du Dein Griffbrett auf eines der Bretter, ziemlich genau horizontal 😉 Das andere dient nur dazu, den Druck der Schraubzwinge auf der Rückseite der Tür zu verteilen. Abschließend montierst du das Ganze zusammen: Die Bretter liegen auf dem Türstock auf, die Schraubzwingen halten das System zusammen, das hält bombenfest und durch die Druckverteilung wird weder dieWand, noch die Tür beschädigt! Check einfach mal die Bilder…

Beastmaker

Beastmaker

Los geht’s. Ab zum Baumarkt! 10 Minuten Montage. Pumpen bis der Arzt kommt! Gern geschehen, Bro!

Beastmaker – Testbericht

Albarracin  März 2014: Ich probiere an einem wunderschönen 8A Boulder herum und es wird immer besser, bleibt aber irgendwie ganz schön schwer, der entscheidende „Klick“ bleibt aus. Aus zwei Cuts sickert Blut durch das Tape, die Hände fühlen sich an wie Schnitzel. Für heute reicht es… Da kommt Ned Feehaly um die Ecke, ein sympathischer Sheffielder, seit einigen Tagen wohnt er mit seiner Freundin im Nachbar-Bungalow. Ob er ein bisschen mitprobieren darf… ja logisch, kein Thema.

Er wärmt sich auf, schaut sich kurz den Boulder an, wir tauschen Ideen aus. Er chalkt, steigt ein, steigt aus, FLASH! Kein großes Thema…! Ich bin ziemlich euphorisiert, seine Lösung war top und ich bin (wieder) hochmotiviert! Eine halbe Stunde später steige ich Zatoichi 8A ebenfalls durch. Als er zusammenpackt, fällt mir sein Shirt auf: BEASTMAKER.

Wieder daheim im Allgäu ist eine meiner ersten Maßnahmen, einen Beastmaker 2000 zu bestellen. Wenn die Ringbänder sich jemals wieder erholen, wird auftrainiert, nie wieder werde ich einen Boulder oder eine Tour wegen zu schwacher Hände aufgeben! Nie wieder werde ich mich überlasten wenn ich jeden Griff stellen muss wie irre, weil ich sie hängend nicht halte! Es hilft nichts, das muss ich echt mal in Griff kriegen (witziges Wortspiel…). Neds Vorstellung war beeindruckend, die Berichte, Tipps und Blogs lesen sich gut und die Firma ist mir supersympathisch. Da machen ein paar Top-Kletterer ihr Ding und produzieren das beste Griffbrett der Welt aus Holz!

Beastmaker

Was sich zuerst etwas seltsam anhört, bestätigt sich beim ersten Test. Durch die genialen Griff-Formen und die Holz-Oberfläche begünstigt, geht es beim Beastmaker nur um ein Thema: Finger- und Armpower und nichts anderes. Keine Henkel, nette Zangen und Pseudo-Aufleger, keine unnützen Gimmicks und Schnick-Schnack, dafür eine klare Optik aus schönem Holz und mit edlem Brandzeichen.

Beim Training kannst du überhaupt nicht über die Reibung tricksen, du musst die Griffe wirklich festhalten. Ein Riesenvorteil von Holz: Da zwickt nichts, da stört nichts, das geht sogar nach dem Klettern, wenn die Haut eigentlich durch ist. Die Beastmaker-Version „2000“ ist für Kletterer konzipiert, die im 9. Grad und drüber klettern (wollen). Das macht angesichts der Griff-Qualität auch Sinn. „Schwächere“ Kletterer werden damit keinen Spass haben, aber für diese Kletterer gibt’s dann Version „1000“ mit größeren Griffen.

Also, alles in allem: Top Produkt, coole Firma und „Danke“ für den Energie-Schub zum richtigen Zeitpunkt!

Weitere Infos gibt es unter www.beastmaker.co.uk

 

Ab jetzt mit vollem Durchblick! – Bergsport mit und ohne Brille

Vor Kurzem ließ ich mir meine Augen lasern und kann nun ohne Brille oder Kontaktlinsen in den Bergen unterwegs sein. Hier meine Erfahrungen dazu, die auf der Homepage des Augen-Versorgungs-Zentrums Weilheim erschienen sind:

Ich bin Berufs-Bergführer, leidenschaftlicher Kletterer und Betreiber einer Kletterhalle. Damit dreht sich mein Alltag um Bergsport und ich tue das was die meisten gelegentlich oder Hobby-mäßig betreiben, so gut wie jeden Tag. Über den Winter sind es viele, viele Skitouren- und Eisklettertage oder Ausbildungs- und Trainingseinheiten, im Sommer reihen sich Sportklettern, Alpinklettern und Hochtouren nahtlos aneinander. Und damit es ja nicht langweilig wird werden noch Kletterhallenrouten geschraubt, Montagen und Wartungen durchgeführt und zu guter Letzt noch neue Routen am Fels erschlossen und geklettert.

Ich liebe dieses Leben, von einem Bürojob habe ich mich erfolgreich und so weit wie möglich ferngehalten, jeden Tag mittendrin statt nur dabei! Natürlich bringt dieser Lebensstil auch jeden Tag Schweiß, Staub, Schmutz, Dämmerlicht, Regen, Nebel, Frost, etc. mit sich. Und das (bis gestern!) mit Brille oder eben Kontaktlinsen. Irgendwie hatte ich mich, seit in der siebten Schulklasse die Sehhilfe für mich nötig wurde, damit abgefunden und arrangiert. Aber irgendwie war es auch etwas, das mich Tag für Tag gestört hat, mal mehr, mal weniger. Beschlagene oder verstaubte Brillengläser, vereistes Kontaktlinsen-Pflegemittel, verlorene und verrutschte Kontaktlinsen oder sündhaft teure Sonnenbrillen mit Schliff oder Einsatz, die Liste der Kompromisse ist lang aber lange Zeit war das eben einfach so.

Bereits vor zehn Jahren hatte ich mich über die Möglichkeit einer Augenkorrektur mit Laserbehandlung informiert, aber damals änderte sich meine Stärke noch ein wenig, die Behandlungsmethoden hörten sich, im Vergleich zu heute, noch etwas rustikal an und ich war ja auch gerade Anfang zwanzig. Über die Jahre unterhielt ich mich aber immer mal wieder mit Patienten und Ärzten und informierte mich über die Fortschritte der Behandlungstechniken. Jetzt, im Herbst 2013 kamen mehrere Dinge zusammen. Eine neue Brille wäre nötig geworden, wieder rund tausend Euro für eine ungeliebte Sache. Ein „Beinahe-Unfall“ durch eine beschlagene und vollgetropfte Brille. Mein kleiner Sohn war nun alt genug um mir wirklich täglich mit Freude im Spiel die Brille vom Gesicht zu reißen und zu guter Letzt und ganz ehrlich: ein sehr gutes Geschäftsjahr hatte die geheime Spardose für diesen Zweck vervollständigt.

Am Ende lief dann alles recht zügig: Eine Bekannte empfahl mir wärmstens das AugenVersorgungsZentrum und Dr. Pfäffl, was die Orientierung im Google-Dschungel doch deutlich erleichterte. Ein sehr ausführliches und gutes Beratungsgespräch überzeugte mich restlos in der Entscheidung, die momentan bestmögliche Behandlungsmethode zu wählen. Und schon eine Woche später war dann der große Tag, es war wirklich noch ein Termin frei, so konnte ich mir erstens mein schönstes Weihnachtsgeschenk machen und zweitens werde ich gleich die komplette anstehende Wintersaison 13/14 „ohne“ angehen.

Christoph Gotschke

Offen gestanden war ich in der Woche zwischen dem letzten Beratungstermin und dem Behandlungstag aufgeregt wie selten zuvor, allerdings keine negative Aufregung, sondern eher eine Mischung aus Vorfreude, Ungeduld und Anspannung. Wie vor einer lang ersehnten anspruchsvollen Tour eben. Am Behandlungstag selber ging`s dann zum Glück absolut zügig und reibungslos. Ehrlich gesagt gibt es zwar angenehmere Situationen wie unter dem Laser zu liegen, aber das Team um Herrn Pfäffl, die ruhige, konzentrierte Routine und Professionalität und natürlich die Schnelligkeit der Behandlung ließen keinen großen Stress entstehen. Und der absolute Hammer kam ja direkt im Anschluss, kaum war ich aufgestanden, konnte ich den Umständen entsprechend sehr gut sehen. Natürlich war ein vollkommen normaler leichter Nebel und leichte Irritationen vorhanden aber ansonsten konnte ich ohne Schwierigkeiten sehen und das keine Minute nach dem Laser-Eingriff! Noch während der Heimreise und am Abend wurde es stündlich immer noch besser und jetzt, am nächsten Morgen, ich fahre gleich (selbst und ohne Brille) zur ersten Nachuntersuchung, bin ich beschwerdefrei. Bei mir sind, vermutlich durch die absolut perfekte Behandlung, Reizungen und sonstige Komplikationen ausgeblieben, lediglich um Leuchtquellen sehe ich noch einen kleinen Schimmer. Ein Nicht-Brillenträger kann sich die Erleichterung und Freude gar nicht vorstellen, die ich momentan spüre. Und ein bisschen „das gibt’s doch gar nicht“ ist auch noch dabei. Ich werde gleich heute Nachmittag mal intensiv testen, wie es denn so beim Klettern ist…

Zwei Wochen später, Anfang Januar: Normalerweise gewöhnt der Mensch sich ja recht schnell an Neues und was gestern noch ganz besonders war ist heute schon selbstverständlich. In diesem Fall ist es -zum Glück- nicht so. Noch immer geht morgens der erste Handgriff zum Nachttisch und sucht die Brille. Beim Rucksackpacken will man kaum glauben, dass einfach keine Hilfsmittel gebraucht werden. Und beim Outdoor-Sport, sei es Trail-Läufe, Skitouren oder Felsklettern, ist die neue Lebensqualität einfach zu eindrücklich um selbstverständlich zu sein.

Auch keinesfalls selbstverständlich war die erstklassige und professionelle Betreuung und Beratung, die ich bei Dr. Pfäffl genießen durfte, vielen Dank nochmal an dieser Stelle!

Ich wünsche allen ein Gutes Neues 2014 und immer guten Durchblick!

Christoph

 

Füssen Files 2013 – Klettertagebuch C. Gotschke

Was anfänglich nach einem intensiven Arbeitsjahr mit wenig Gelegenheit für große Projekte oder Reisen aussah, entwickelte sich überraschend gut und – für meine Verhältnisse – zu einem super Kletterjahr. Ein voller Terminkalender mit rund 150 Bergführertagen, dem zeitintensiven Betrieb der Kletterhalle und natürlich dem wunderschönen Leben als Familienvater brachte mich zu der Notwendigkeit, sozusagen zu der Vorgabe 2013, so effizient wie möglich zu trainieren und zu klettern. Was lag da näher als sich Projekte rund um Füssen zu suchen, dadurch Zeitverlust durch Autofahrten gleich null und die Möglichkeit zu nutzen, auch mal alleine in den Routen bouldern und trainieren zu können. Ein weiterer sehr positiver Einfluss war der Um- und Ausbau der Trainingsmöglichkeiten im Kletterzentrum Allgäu, der Kraftraum setzt neue Maßstäbe für effizientes und spezifisches Krafttraining! Ein Blick in den Führer ließ mich auf spannende Tage hoffen und Gespräche und Recherchen motivierten zusätzlich, es gab die Chance auf erste Wiederholungen, erste Rotpunkte, Erstbegehungen und weiteren kreativen Spielraum.

Ende April. „Total verbohrt!“, Mitterseewand,  (9+/10-)

Bei einem Spaziergang mit dem Balu (und einem Kletterführer) fällt mein Blick auf ein vor Jahrzehnten aufgegebenes Projekt, das etwas abseits des Kletterrummels und zugegeben nicht gerade einladend vor sich hinschlummert. Und aus einem ersten Test, neugierigem Putzen und Vegetation-Entfernen werden drei intensive Bouldersessions zuerst mit Bouldermatten so hoch ich mich traue (also bis zum dritten Haken), danach mit dem GriGri. Es entsteht eine extrem bouldrige 8a mit recht hohem Fehlerpotential, vor allem aber motiviert die Begehung für mehr Abenteuer vor der Haustür. Der Durchstieg und damit die erste Rotpunktbegehung glückt nach einem Tessin-Kurztrip mit schnellen Begehungen von Bouldern im Bereich 7B/+, die mich in dem Bewertungsvorschlag bestätigen.

Christoph

Mitte Mai. „Ist das Kunst oder kann das weg?“, Mitterseewand, (9/+)

Am gleichen Fels gab es ein weiteres offenes Projekt. Nach einer intensiven Bouldersession und einer Verlängerung der Linie ging es diesmal recht zügig, im ersten ernsthaften Go fällt sie und fühlt sich überraschend leicht an.

Mitte Juni. „Runde Sache“, Tennisplatzwand (10-)

Ein rekordverdächtig nasser Mai geht in einen etwas besseren Juni über. Die Frust-Trainings im Kraftraum, das abendliche Training auf Hütten (mit mitgenommen Trainings-Tools) und ein Kurztrip ins Ötztal zeigen Wirkung: die zweite Wiederholung seit 1999 gelingt beim ersten ernsthaften Versuch in der zweiten Session in der Tour. Ernst Gamperl, der Erstbegeher dieser super Linie erzählt mir von den „goldenen Zeiten“ und der damaligen Aufbruchstimmung. Ich lasse mich direkt anstecken und empfinde großen Respekt vor den Jungs, die damals aktiv waren. Ernst empfiehlt mir eine Tour an der Schatzkiste, die noch keine Wiederholung hat, aber die muss erstmal warten. Mir kommen vorerst zwei entzündete Ellenbogen und eine Bergführer-Hochsaison dazwischen. Am einzigen Tag, an dem es gehen könnte, werden meine Expressen geklaut und ich muss ohne einen Zug zu klettern wieder nach Hause. Aber das ist eine andere Geschichte …

Mitte September. „Methadon“, „Arbeitslos + “, „Runde Sache +“ (alle 10-)

Die Saison neigt sich dem Ende. Meine Motivation wieder schwer zu klettern, steht in absolutem Unverhältnis zum Wetter. Es schüttet und ich flüchte in den Kraftraum und in den scheinbar einzig trockenen Platz der Region, den CarpeDiem-Sektor am Kraftwerk. Um endlich wieder Felsgriffe durchzureißen, klettere ich mal wieder die direkte „Nichts für alte Herren“ (9+/10-), dabei fällt mir die  Möglichkeit einer spannenden Verbindung auf. Einstieg über den Schreibtischlocal, Transfer in die Crux der direkten „Nichts für alte Herren“ und über diese hinaus. Die saisonbedingten Butterfinger und die anhaltenden Schwierigkeiten zwingen mir tatsächlich drei Sessions auf, dann klappt es aber und aus einer Trainings-Kombi wird eine richtig gute 10-, „Methadon“!

Methadon

Scheinbar war die Beschäftigung mit meiner Ersatzdroge wirklich gutes Training. Nach einer endlosen Putz- und Dechiffrier-Session und einem gemeinsamen Basteltag mit Thoma,s gelingt die erste Wiederholung einer knallharten Oldschool 10-, der Route „Arbeitslos“ an der Schatzkiste. Weil es gerade so schön ist, klettere ich sie noch über den Ausstieg der benachbarten „Phantast“ zu Ende. So bleibt ein bisschen mehr Zeit zum Geniessen und Fürchten.

Auf der Suche nach dem nächsten Level, erstbegehe ich zwei Tage später noch eine Verlängerung der „Runden Sache“. Sie wird aber nur schöner und länger, leider nicht schwerer. Trotzdem ein schönes Erlebnis, wenn nach drei Monaten das Programm nochmal abgerufen werden kann und 10- sich schwer aber durchaus solide klettern lässt.

Dreimal 10- in einer Woche ist ganz nebenbei auch gut fürs Ego und tierisch motivierend.

Mitte November. „Unerbittliche Kraft des Abends +“, Mitterseewand (10-)

Eine weitere Rechnung konnte ich erst einen Monat später begleichen. Während die anderen Routen dieses Jahr zwar technisch sehr schwer und komplex waren, kam hier ein deutlich höherer athletischer Anspruch dazu. Steiler, ausdauernder und pressiger bei gleicher Fehleranfälligkeit, ein ums andere Mal fand ich mich im Seil hängend wieder. Wie die Bewertung 9+ in den Führer kam, konnte mir auch niemand sagen, aber eins ist klar: die unerbittliche Kraft ist keinen Grad leichter als die anderen Benchmarks im unteren zehnten Grad, sondern mindestens genauso schwer. Vielleicht sind auch Griffe gebrochen oder ähnliches? In jedem Fall eine super Kletterei und als das Thermometer endlich unter 10 Grad rutscht und nicht nur in den Unterarmen Topverhältnisse herrschen, kann ich dieses Trauma beseitigen. Auch hier wird die Verlängerung der Route bis ganz oben nicht schwerer, nur schöner und logischer.

Ende November. „Sub Zero“, Mitterseewand (10-)

Im Herbst hatte ich an der Mitterseewand einige Neutouren eingebohrt, die meisten davon leicht und recht nett, gerade richtig zum Aufwärmen für Schwereres. Bis auf eine Linie: Irgendwie war mir beim Einbohren nicht aufgefallen, dass sich in dem ansonsten netten Neuner knapp drei Meter griffloses Gestein versteckten. Aus dem eben schnell Herzocken werden drei intensive Putz- und Bouldersessions, die Schlüsselsequenz wird nach dem Ausbouldern der Einzelzüge an der Schwenkwand nachgebaut und trainiert und ich warte auf  kalte und knochentrockene Bedingungen, um die reibungsarmen und scharfen Griffe halten zu können. Bei Minusgraden und leichtem Schneefall geht der Plan auf: Ein scheußlicher Neuner mit verstecktem 7B/+ Boulder ergibt am Ende eine 10- Erstbegehung (viel Spass allen Kletterern unter 1,90m!). In die Freude nach dem Durchstieg mischt sich eine aufkeimende Frustration, denn insgeheim hatte ich gehofft, mit dieser Tour in den glatten Zehner zu kommen, musste aber feststellen, wieder „nur“ daran gekratzt zu haben. Die Suche muss weitergehen.

Mittersee

Anfang  Januar. „Chikara“, Mitterseewand (Vorschlag: 10/ 8a+/8b)

Die Suche dauert nicht allzulange. Eine (fast) ergebnislose Aktion im Schneeregen an der Trimm-Dich-Wand (ein 50 Meter Neuner ist eben nicht ganz ergebnislos …) und vier gesetzte Bolts später habe ich bekommen, um was ich gebeten habe. Während meinen Versuchen in der „Unerbittlichen Kraft“ hatte sich mir eine Erweiterung der Tour aufgedrängt. Ein Start an der tiefstmöglichen Stelle rechts unterhalb ergibt einige Meter mehr Zustiegsgepumpe, der wesentliche Teil änderte sich aber oben. Wo vorher mit großer Erleichterung der Umlenker eingehängt wurde, gehts jetzt nochmal richtig zur Sache. Eine leicht abfallende Querung mit absolut abgefahrenen Zugabfolgen und einem dynamischen Abschlusszug erschließt eine fast grifflose Wandpartie und führt zu den letzten Sloper-Zügen zum Umlenker nahe der Nachbarroute („?“).

Was auf dem Papier recht logisch nachvollziehbar („halt nochmal schnell die „unerbittliche Kraft“ klettern mit bisschen was davor und dann noch schnell einen 7B+ Boulderquergang und paar Züge 9- klettern“) aussieht, entpuppte sich zu einem absoluten Horror: Zuerst wollte sich partout keine Lösung für die Querung ergeben, erst recht keine, die ich mir nach einer ausgewachsenen 8a/+ vorstellen konnte, dann kamen zwei Griffausbrüche, deutlich zu kalte Temperaturen (Monsterabflüge beim Klippen mit eiskalten Fingern) und später (an Weihnachten!) eine überschwemmte Route durch Schmelzwasser dazu. Ich versuchte trotz allem nicht vollkommen durchzudrehen und ließ das neue Jahr kommen. Während ich als Kursleiter einen Wochenkurs bestritt und bewusst nicht kletterte, trocknete tatsächlich die Wand und die Motivation stieg parallel zum Thermometer wieder auf Rekordwerte.

Bei der ersten Gelegenheit stand ich wieder am Wandfuß, wärmte mich auf und verabschiedete mich von Katharina mit den Worten „ich boulder‘ nochmal kurz rein, bisschen Züge einüben“. Viereinhalb Minuten später hatte ich den Topgriff in der Hand, im Durchstiegmodus die letzte Sicherung weit überklettert und das komplette Faulenbacher Tal dezent wissen lassen, dass ich das letzte Mal hier klettern war!

„Chikara“ ist gefühlt ein gutes Stück schwerer als alles, was ich bisher mit Seil geklettert bin, gerade im Vergleich zu den anderen Touren der Region in ähnlichem Stil. Der Durchstieg war trotz Top-Verhältnissen, gutem Programm, guter Form und Megamotivation an vier Stellen haarscharf. Für mich ganz persönlich ist diese Begehung ein echtes Highlight und das Ergebnis eines langen und spannenden Prozesses!

„Chikara“ kommt aus dem Japanischen, und bezeichnet in einem Wort Eigenschaften wie Kraft, Mut, Kampfgeist und Wille!

2014 hat für mich als Kletterer also recht positiv angefangen! Ich wünsche Euch ein gutes Neues und ein super Kletterjahr mit tollen Erlebnissen und Begegnungen.

Bleibt neugierig, trainiert hart und klettert clever!

Choucas

 

 

 

 

 

 

 

Lara beim European Youth Cup Boulder

Der Sommer hat sich in den letzten Wochen von seiner besten Seite gezeigt, genug Zeit zum Klettern, Bouldern und Bergsteigen gab’s auf jeden Fall. Lara war nicht nur am Fels viel unterwegs, sondern auch im Wettkampfgeschehen: Für für ein paar Tage ist sie zusammen mit dem deutschen Kader nach Frankreich, genauer gesagt nach L’Argentiere, aufgebrochen und kam mit einem starken 4. Platz (Jugend B weiblich) beim European Youth Cup wieder zurück ins schöne Allgäu. Einen Artikel dazu und zu den weiteren erfolgreichen Platzierungen des DAV-Teams gibt es auch hier.

Wir freuen uns und kommen aus dem Daumendrücken gar nicht mehr raus, denn am kommenden Wochenende startet Lara beim 2. Deutschen Jugendcup Lead in Neu-Ulm. Viel Erfolg!

Wettkampf

Lara Lara Neumeier

 

Wandern ist des Gotschkes Lust … Teil 3

Durch’s gotische Fenster – Kellespitz Nordabbruch

Bei einer Führungstour an der Kellespitz (Köllenspitze, Köllespitz, je nach Aussprache und Nationalität) lief es dann wieder wie geschmiert. Mit dem Rad (EIGENTLICH) ins Raintal, (EIGENTLICH) kurzer Zustieg zur Wand. Super Tour in Traumkulisse! (EIGENTLICH) kurzer Abstieg und mit dem Rad zum Auto. Wunderbar, aber es geht halt nicht ohne EIGENTLICH: Wenn schon in der Früh beim Hinradeln ein Pedal vom wahnsinnig robusten Fully fällt, wird der Zustieg ein bisschen länger und der Abstieg nicht ganz so genussvoll wie geplant. Aber kein Problem: Eine kleine abschließende Wanderung hat schon auch ihren Reiz!

Deswegen war es fast ein bisschen schade, dass wir bei der Führungstour am Geiselstein zwei Tage später den Bus bei der Kenzenhütte komfortabel erwischten, so ganz ohne abschließende Wanderung war die Spannung irgendwie raus aus dem Thema …