Yoga & Bouldern

Wer lust hat Yoga & Bouldern zu kombinieren, der ist bei uns genau richtig!

Mit Jeli (Daniela Jarczyk), Jogalehrerin,  und Christoph Gotschke, Personaltrainer,  bieten wir euch ein spitzen Team, um Joga und bouldern zu vereinen.

Kursablauf: Yoga Warm-up + Mobilisation (ca. 0,5 h), individuelles Bouldertraining (ca. 2 h), Yoga-Session (ca. 1,5 h)

Kosten: 40,- € für ca. 4 h Training in einer Gruppe bis max. 6 Teilnehmer

 

Freie Jogatermine:

Mittwochs 18-22 Uhr:  09.08.17, 13.09.17

 

Anmeldung im KRAFTWERK an der Theke oder telefonisch zu den Öffnungszeiten.

 

Öffnungszeiten über Ostern!

Öffnungszeiten über Ostern im Kraftwerk:

14.04.17 Karfreitag: 10-20 Uhr

15.04.17 Samstag: 10-20 Uhr

16.04.17 Ostersonntag: 10-20 Uhr

17.04.17 Ostermontag: 10-20 Uhr

An allen anderen Tagen ist normal geöffnet.

 

Öffnungszeiten über Ostern im Kletterzentrum Allgäu in Rieden:

14.04.17 Karfreitag: 10-19 Uhr

15.05.17 Samstag: 12-19 Uhr

16.04.17 Ostersonntag: geschlossen

17.04.17 Ostermontag: geschlossen

An allen anderen Tagen ist normal geöffnet.

Kraftakt – Zusammen. Bouldern. Feiern. Geänderte Öffnungszeiten.

Zusammen. Bouldern lebt vom Miteinander. Wir wollen uns bei Euch für den genialen Start und die gute Energie bedanken. Damit es möglichst viel Miteinander gibt: Weitersagen! Teilen! 
Bouldern. Kein Wettkampf. Kein Laufzettel. Kein Bullshit. Neue spektakuläre Boulder extra geschraubt für diese Nacht.
Feiern. Mit Beats gutem Essen und vielleicht ausnahmsweise mal ein Bier. Specials wie ein ganz spezieller High Jump Contest, Cocktails und eigene Dj´s sorgen für die passende Stimmung. 
Open end!
No Excuse!

Deswegen haben wir auch etwas geänderte Öffnungszeiten:

Freitag: 10 – 18 Uhr geöffnet (es werden schon Boulder für Samstag rausgeschraubt)
Samstag: wegen Boulderbau für Bouldernacht tagsüber geschlossen, ab 19 Uhr geöffnet + Bouldernacht!!!
Ab Sonntag wieder normaler Betrieb 10 – 20 Uhr 

Öffnungszeiten über die Feiertage

Für alle die sich fragen wann sie das Weihnachtsessen wieder abtrainieren können – hier unsere Öffnungszeiten:

Betrifft die Kletterhalle Rieden und das Kraftwerk:

24.12. – Geschlossen
25.12. – Geschlossen
26.12. – Geschlossen
31.12. – Geschlossen
1.1. – Geschlossen
An den übrigen Tagen haben wir jeweils regulär Geöffnet!
Frohe Festtage und auf bald!

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Wir sind auf der Umlaufbahn!

Was für ein Sommer, und was erst für ein Herbst.
Wenn man jetzt -einen Monat nach Eröffnung- in die Boulderhalle schaut, alles läuft wie geschmiert, glückliche, wenn auch manchmal angestrengte Gesichter, … , könnte man fast vergessen, was das für ein Kraftakt war, bis wir soweit waren.
Mit der Idee einer Boulderhalle bin ich schon lang schwanger.
In einem Tagebucheintrag vor 13 Jahren steht: „Uni abbrechen, Bergführer werden, Bouldercafe aufmachen, … nicht aufgeben bis soweit ist!“

Im November fielen dann ein paar Puzzlestücke zusammen und aus vagen Ideen wurde ein ganz konkreter Businessplan und der Entschluß „in einem Jahr haben wir eine Boulderhalle“.
Über den Winter und ins Frühjahr hinein wurde neben dem beruflichen „Alltag“ geplant, recherchiert, Gespräche geführt, … .
Die Standortanalyse führte zur Hallensuche. Die Hallensuche zur Halle, die Halle zur weiteren Planung, Wanddesign, Finanzierung, etc., etc., … .
Anfang August konnten wir eine leere Halle übernehmen.
Anfang September waren wir schon mitten im Umbau.
Anfang Oktober gingen wir in die letzte Phase: Wandbau, Boulderbau, Matte, finale Handwerksleistungen.
Die letzten Wochen waren eine Mammutaufgabe, die sogar mit diesem Team an die Belastungsgrenze ging.
Und dann ganz plötzlich, am 9. November, waren wir life!
Ein ganz ruhig geplanter Eröffnungsabend eskalierte mit 200 Gästen und wir hatten einen absoluten Raketenstart.
Über den ersten Monat war´s dann schon noch turbulent, Mitarbeiter einarbeiten, Chef einarbeiten, Wunden lecken, ziemlich viel Details und Liegengebliebenes war zu erledigen… .
Jetzt sind wir auf der Umlaufbahn angekommen, es läuft gut und rund. Natürlich gibt’s noch viel zu tun, aber im Vergleich… .

Danke an mein Team, das habt Ihr echt gut gemacht!
Danke an die Unterstützer, Berater und Impulsgeber!
Danke an die kritischen und hartnäckigen Stimmen!
Danke an meine Frau, ohne Dich gäb´s jetzt keine Firma mehr!
Danke an die Nörgler, Zweifler, Besserwisser, Hater, …!
Danke an die Kletter- und Boulderszene, Eure Energie, Freude und Motivation ist einfach der Hammer und der Sprit in unserem Motor! Euer Feedback lässt uns besser werden.

Auf eine tolle Zeit, immer schön festhalten!

BEAL und TENAYA

Unsere neuen Ausrüster und Kooperationspartner

Uns ist sowohl als Betreiber des DAV Kletterzentrums Allgäu aber vor allem auch für unsere Kletter- und Bergschule CHOUCAS sehr wichtig, dass wir uns in kleinen aber spürbaren Schritten weiterentwickeln. Jetzt ist uns zusammen mit den Firmen BEAL und TENAYA ein großer Schritt in diese Richtung gelungen. Mit der Sommersaison 2014 können wir Euch bei allen Kursen, Trainings und Führungen Premium Leih- und Testmaterial zur Verfügung stellen. Gutes Material kann dazu beitragen, erfolgreich und mit Spass zu klettern, ganz sicher kann schlechtes Material den Tag vermiesen. Und mit unserem neuen Verleih- und Testmaterial wird unser Kursprogramm für Euch noch attraktiver!

BEAL

BEAL Pure GripBEAL (www.beal-planet.com) ist als größter Seilhersteller weltweit in Frankreich ansässig und schon seit langem für Top-Qualität bekannt. Bisher weniger bekannt ist, dass BEAL auch ein breites Sortiment an Klettergurten und Kletterhartware anbietet. Wir sind gespannt, wie bei Euch die Produkte ankommen, wir haben sie schon eingehend testen können und waren sehr positiv überrascht! Die Seile haben wir ohnehin schon seit Jahren im Einsatz und jetzt noch verstärkt im Test, Verleih und Verkauf.

Tenaya

TENAYA (www.tenaya.net) ist ein spanischer Schuhspezialist und dort auch sehr bekannt und beliebt. Tenaya hat nun einen starken Vertriebspartner in Deutschland für sich gewinnen können und macht sich auf, den deutschsprachigen Raum zu erobern. Mit frischen Ideen, sehr guter Passform und fairen Preisen bietet Tenaya ein kleines aber feines Sortiment, dass ihr bei unseren Kursen gerne testen könnt. Ihr werdet überrascht sein, ein guter Kletterschuh muss nicht wehtun, ganz im Gegenteil!

Schaut doch mal auf die beiden Webseiten oder kommt bei uns vorbei, wir freuen uns auf neugierige Kletterer!

BEALBEAL Seile

 

 

 

 

 

Heureka! Griffbrett-Montage

Heureka! Ich hab‘ die Lösung!

Welcher Kletterer kennt das nicht:

Stolz wie Nachbars Lumpi kommst Du vom Sportartikelhändler deines Vertrauens, vielleicht auch aus der Shopping-Meile in Arco oder – böse, böse – der Online-Anbieter liefert es nach Hause. Nun liegt es vor dir, der Traum unzähliger schlafloser Nächte, das Objekt deiner Begierde, der Quell deiner Hoffnung: DEIN NEUES GRIFFBRETT!

Es wird wie von selbst dein Fingerkraft-Problem beseitigen. Unwissenden, aber gerade deswegen neidischen Beobachtern wird in Zukunft nur noch deine Souveränität und beispiellose Form auffallen, Du wirst völlig schwerelos über kleingriffige Passagen schweben und Laktat wirst Du nur noch aus Erzählungen kennen… Doch auf dem Weg zu diesem traumhaften Zustand gilt es noch ein klitzekleines Problem zu beseitigen: Das Ding muss über der Tür montiert werden. Und als Du schwerbewaffnet mit Schlagbohrer, Dübeln, Schrauben und Staubsauger aufmarschierst, passiert es: Eine Macht, viel stärker als Du es jemals sein wirst, hält dich auf. Die personifizierte Vernunft in Gestalt Deiner Frau/Freundin/Mitbewohnerin oder deines Vermieters steht vor dir und stoppt dein euphorisches Treiben. Mädels, nehmt es nicht persönlich, aber dieses Klischee stimmt wirklich… Nein, Du wirst NICHT die frisch renovierte Altbauwohnung zerlöchern (ganz abgesehen davon, dass das Mauerwerk Schrott ist), Du wirst NICHT deine Spax-Schrauben in die schönen Holzbalken jagen und AUF GAR KEINEN FALL wirst Du dieses hässliche Ding fest in MEINER Wohnung installieren. Wie schaut denn das aus, Widerstand zwecklos, Rausschmiss garantiert. Du wirst weiter in die Kletterhalle gehen und eben NACH dem Training Klettervideos anschauen. Och Menno… ! Gibt es denn da gar keine Lösung, können wir das nicht nochmal in Ruhe besprechen? Nicht… !? Und wenn es eine Lösung gäbe, wo keine Löcher in der Wand bleiben, die ruckzuck auf- und abgebaut ist und die fast nix kostet…?

Trommelwirbel, Tusch, tatatataaaaaaa:

Du misst die wichtigsten Sachen aus (Griffbrett, Tür) und Du besorgst dir:

  •  2 Schraubzwingen (sie müssen aber so lange „Arme“ haben, dass die Bretter etwa in der Mitte erfasst werden!)
  •  2 passende Bretter (etwas höher und deutlich breiter als dein Griffbrett und dicker als die Leisten vom Türstock, sonst beschädigen die Schraubzwingen die Tür, auf meinen Bildern musste ich mit den zwei schmalen Streifen improvisieren)
  • ein paar kurze (!) Spax/Torx und einen Akkuschrauber

Dann schraubst Du Dein Griffbrett auf eines der Bretter, ziemlich genau horizontal 😉 Das andere dient nur dazu, den Druck der Schraubzwinge auf der Rückseite der Tür zu verteilen. Abschließend montierst du das Ganze zusammen: Die Bretter liegen auf dem Türstock auf, die Schraubzwingen halten das System zusammen, das hält bombenfest und durch die Druckverteilung wird weder dieWand, noch die Tür beschädigt! Check einfach mal die Bilder…

Beastmaker

Beastmaker

Los geht’s. Ab zum Baumarkt! 10 Minuten Montage. Pumpen bis der Arzt kommt! Gern geschehen, Bro!

Beastmaker – Testbericht

Albarracin  März 2014: Ich probiere an einem wunderschönen 8A Boulder herum und es wird immer besser, bleibt aber irgendwie ganz schön schwer, der entscheidende „Klick“ bleibt aus. Aus zwei Cuts sickert Blut durch das Tape, die Hände fühlen sich an wie Schnitzel. Für heute reicht es… Da kommt Ned Feehaly um die Ecke, ein sympathischer Sheffielder, seit einigen Tagen wohnt er mit seiner Freundin im Nachbar-Bungalow. Ob er ein bisschen mitprobieren darf… ja logisch, kein Thema.

Er wärmt sich auf, schaut sich kurz den Boulder an, wir tauschen Ideen aus. Er chalkt, steigt ein, steigt aus, FLASH! Kein großes Thema…! Ich bin ziemlich euphorisiert, seine Lösung war top und ich bin (wieder) hochmotiviert! Eine halbe Stunde später steige ich Zatoichi 8A ebenfalls durch. Als er zusammenpackt, fällt mir sein Shirt auf: BEASTMAKER.

Wieder daheim im Allgäu ist eine meiner ersten Maßnahmen, einen Beastmaker 2000 zu bestellen. Wenn die Ringbänder sich jemals wieder erholen, wird auftrainiert, nie wieder werde ich einen Boulder oder eine Tour wegen zu schwacher Hände aufgeben! Nie wieder werde ich mich überlasten wenn ich jeden Griff stellen muss wie irre, weil ich sie hängend nicht halte! Es hilft nichts, das muss ich echt mal in Griff kriegen (witziges Wortspiel…). Neds Vorstellung war beeindruckend, die Berichte, Tipps und Blogs lesen sich gut und die Firma ist mir supersympathisch. Da machen ein paar Top-Kletterer ihr Ding und produzieren das beste Griffbrett der Welt aus Holz!

Beastmaker

Was sich zuerst etwas seltsam anhört, bestätigt sich beim ersten Test. Durch die genialen Griff-Formen und die Holz-Oberfläche begünstigt, geht es beim Beastmaker nur um ein Thema: Finger- und Armpower und nichts anderes. Keine Henkel, nette Zangen und Pseudo-Aufleger, keine unnützen Gimmicks und Schnick-Schnack, dafür eine klare Optik aus schönem Holz und mit edlem Brandzeichen.

Beim Training kannst du überhaupt nicht über die Reibung tricksen, du musst die Griffe wirklich festhalten. Ein Riesenvorteil von Holz: Da zwickt nichts, da stört nichts, das geht sogar nach dem Klettern, wenn die Haut eigentlich durch ist. Die Beastmaker-Version „2000“ ist für Kletterer konzipiert, die im 9. Grad und drüber klettern (wollen). Das macht angesichts der Griff-Qualität auch Sinn. „Schwächere“ Kletterer werden damit keinen Spass haben, aber für diese Kletterer gibt’s dann Version „1000“ mit größeren Griffen.

Also, alles in allem: Top Produkt, coole Firma und „Danke“ für den Energie-Schub zum richtigen Zeitpunkt!

Weitere Infos gibt es unter www.beastmaker.co.uk

 

Der Sommer kann kommen!

Es gibt neue Boulder, Moonboard und andere Annehmlichkeiten: Nach dem (hoffentlich) letzten Aufbäumen des Winters im Ostallgäu haben wir jetzt, pünktlich zum Saisonstart, unsere Außenboulderwand reaktiviert. Den Anfang machen fast vierzig neue Boulder von leicht bis schwer, von knifflig bis pumpig. Ähnlichkeiten mit real existierenden Problemen in Bleau, Albarracin und dem Allgäu sind kein Zufall!

AußenboulderwandAußerdem freuen wir uns, Euch eine super Neuerung für die besonders Fleißigen vorzustellen: Wir haben ein Moonboard in die Außenboulderwand integriert! 50 spezielle Trainingsgriffe des britischen Kult-Herstellers ermöglichen an der überhängenden Wand ein sehr effizientes und spezifisches Training! Du kannst Dir eigene Boulder zusammenstellen oder die von uns definierten Trainingsboulder nachvollziehen. Damit erweitern wir das Spektrum unserer Boulder um Probleme mit Schwerpunkt im Maximalkraft-Trainingsbereich und freuen uns, alles zu bieten, was das Herz des Kletter- und Trainingsenthusiasten begehrt.

Außenboulderwand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Zukunft werden unsere Kletterer nicht nur am Badesee, sondern vor allem auch in den Schlüsselstellen von Kletterrouten und Bouldern eine super Figur machen… Und wenn die Arme dann doch mal leer sind, ist der Bistrobereich nicht weit und ein Tischkicker, Liegestühle und Erfrischungen helfen über das erste Form-Tief.

Außenboulderwand

Family-Trip gone wild!

Nachdem 2013 reise- und urlaubsmäßig eher unter dem Kapitel „Lerne deine Heimat kennen“ laufen musste (auch wenn es schlechtere Regionen dafür gibt), war es dieses Jahr mal wieder  Zeit für einen kurzen Tapetenwechsel.  Im Vorfeld schien sich das Universum gegen uns verschworen zu haben: Getriebe-Schaden, Arbeit ohne Ende und natürlich bleiben wir auch von den ganz normalen Herausforderungen des Familien-Alltags nicht verschont. So schien Leo es nicht mit einem normalen Kleinkind-Gebiss belassen zu können, sondern hatte sich vorgenommen, ungefähr doppelt so viele Zähne zu kriegen. Und für meinen Geschmack hätten ein paar Wochen weniger Aufbau des Immunsystems (a.k.a. Dauer-Rotz) bei Leo (und uns) auch gereicht. Zum Glück war ein Flug und ein Bungalow gebucht und bezahlt und so mussten wir ja fast termingerecht abreisen.

Albarracin

Ganz Gewohnheits-Menschen setzten wir auf Bekanntes und Geschätztes und verzogen uns nach Albarracin, dem spanischen Boulder-Mekka, wo wir hofften Familienurlaub und Sport gut unter einen Hut zu bekommen. Wir waren dort schon zweimal vor Leos Geburt und wussten um die Qualitäten des Gebietes. Die Reise nach Spanien lief unterschiedlich gut, Leo wollte den Anweisungen des Flugpersonals nur bedingt Folge leisten und so hatte Katharina alle Hände voll zu tun, während ich und Balu eine zwar sehr weite, aber viel entspanntere Autofahrt hatten. So hatten wir dann vor Ort ein eigenes Auto, der Hund musste nicht in einen Frachtraum und für unser Gepäck hätten wir sowieso eine Cargo-Antonow gebraucht.

Albarracin

Nach einem halben Einklettertag – Geduld war ja noch nie meine große Stärke – ging’s dann mit einer guten Taktik zur Sache. Immer wenn es richtig kalt und windig war, war Papa G. am Start, und Mama G. hielt die Bestien in Schach. Wenn es dann wärmer wurde wechselten wir die Aufgaben, jeder wie er mag.

In den ersten beiden Wochen ging der Plan wunderbar auf, und das Training im besten Kraftraum der Welt zahlte sich aus. Ich hatte den Winter über tapfer versucht, die üblichen Auswirkungen eines Bergführer-, Kletterhallenbetreiber- und Familienvateralltags zu bekämpfen. So kam ich mal nicht unbeweglich wie ein Doppel-T-Träger und mit der Körperspannung eines Aals dort an, sondern mit einer für meine Verhältnisse guten Form. Und der gute Kletterherbst war sicher auch kein Schaden. Bei perfekten Verhältnissen – wenn man so wie Balu, Leo und ich eben auf leichten Schneefall, Temperaturen nahe Null und Wind steht – lief’s wie am Schnürchen. Kälte-empfindlichere Personen mussten dann eben sehr effizient die kurzen Warmphasen nutzen (in denen dafür Leo recht zuverlässig Siesta hielt).

Albarracin

Neben einer ganzen Reihe toller Boulder bis 7C, konnte Papa G. mit Zarzamora 8A, Zatoichi 8A und Galactica 7C+ seine bisher schwersten Boulder klettern. Mama G. zeigte in der Klasse „heiße Mamas (noch) unter 30“ eindrücklich, dass sich der tägliche Kampf mit drei Voll-Chaoten durchaus positiv auf Körperkraft und Biss auswirkt, ließ mal eben zwei Bouldergrade aus und kletterte neben einer Menge Boulder bis 6c auch ihren ersten 6C+ und 7A Boulder! Glückwunsch und Danke für deine Unterstützung!

In der dritten Woche wurde mehr als deutlich, dass auch in Albarracin nicht jeder immer schwer bouldern kann. In meinem insgeheimen Ziel des Trips, der Traumlinie El Varano 8A, lief’s nicht mehr so rund. Das Thermometer kletterte schneller als ich und irgendwann konnte ich auch eine zunehmende Ermüdung nach zwei Wochen Pushen nicht mehr leugnen. Und weil zwar alle mit drei Spottern und mindestens sechs Matten den „Varano“ probieren, der Gotschke das alles nicht braucht und sogar an seinen zwei Matten noch vorbei springt, kommt er halt auch mal mit Prellungen und einem dicken Fuss am Abend zurück, so dass er in keinen Kletterschuh mehr reinpasst – und auch gar nicht mehr rein will!

AlbarracinSo machten wir noch ein paar Tage Urlaub wie vernünftige Touristen mit Stadtbummel, Baden usw., was für zwei Tage auch echt mal ganz o.k. war… Am Ende war aber klar: Da waren wir nicht zum letzten Mal, hart Bouldern und Familienurlaub ist eine Super-Kombination und am „Varano“ räche ich mich auch noch, versprochen!

Hasta luego!