Wandern ist des Gotschkes Lust … Teil 3

Durch’s gotische Fenster – Kellespitz Nordabbruch

Bei einer Führungstour an der Kellespitz (Köllenspitze, Köllespitz, je nach Aussprache und Nationalität) lief es dann wieder wie geschmiert. Mit dem Rad (EIGENTLICH) ins Raintal, (EIGENTLICH) kurzer Zustieg zur Wand. Super Tour in Traumkulisse! (EIGENTLICH) kurzer Abstieg und mit dem Rad zum Auto. Wunderbar, aber es geht halt nicht ohne EIGENTLICH: Wenn schon in der Früh beim Hinradeln ein Pedal vom wahnsinnig robusten Fully fällt, wird der Zustieg ein bisschen länger und der Abstieg nicht ganz so genussvoll wie geplant. Aber kein Problem: Eine kleine abschließende Wanderung hat schon auch ihren Reiz!

Deswegen war es fast ein bisschen schade, dass wir bei der Führungstour am Geiselstein zwei Tage später den Bus bei der Kenzenhütte komfortabel erwischten, so ganz ohne abschließende Wanderung war die Spannung irgendwie raus aus dem Thema …

Wandern ist des Gotschkes Lust … Teil 2

Morbus Flattermann – Aggenstein Nordost-Wand

Ein paar Tage nach der Tour mit Heiratsantrag am Aggenstein konnte ich endlich – nach gefühlten 50 Mal daran vorbeigelaufen zu sein – dort eine Route in der beeindruckenden Nordost-Wand klettern. Mit Thomas war der beste Partner am Start, den ich mir dafür wünschen könnte. Wir erlebten einen intensiven und spannenden Tag in einer richtig fordernden Route. Mit neun Seillängen ist sie zwar nicht wahnsinnig lang, fordert aber vom ersten bis zum letzten Meter! Sehr steile, recht anstrengende Kletterei wechselt sich mit etwas leichterer, dann aber alpinerer Kletterei ab und es gibt tatsächlich bis zum Ausstieg wenige Meter, die man mal eben locker dahinklettert. Plaisir ist anders, aber irgendwie stehen wir voll drauf!!! Hut ab an die Erstbegeher, sie hatten ein gutes Auge, um an der Wand eine solche Route zu entwickeln.

Zwei Details kosteten Körner: Ein Verhauer in der 5. Seillänge – offenbar bei dem Versuch einer direkteren Linie zu folgen entstanden – lockte mich in absolutes Horrorgelände mit Kletterei weit von der angegebenen 7- entfernt. Anfangs noch im Onsight-Modus später aus Angst um den Sicherer kämpfte ich bis die Akkus leer waren. Vielleicht sollte ich doch mal moderne Medien zur Recherche vor solchen Tagen nutzen. Die zweite Überraschung folgte am Ausstieg, als Thomas mit Adleraugen messerscharf analysierte: „Du, ich glaub‘ die Bahn hat gerade den Dienst eingestellt!“ Nicht gerade das, was man hören will, wenn man vorhat, genau mit dieser Bahn dem Feierabend-Radler entgegen zu schweben … Aber: Eine kleine abschließende Wanderung hat schon auch ihren Reiz!

Fortsetzung folgt …

Morbus Flattermann Morbus Flattermann

Wandern ist des Gotschkes Lust … Teil 1

Während sich in den letzten Wochen das Thermometer konstant um die 30 Grad Marke eingependelt hatte, an den Badeseen Hochbetrieb war und die Supermärkte Schokolade aus dem Sortiment gestrichen hatten, gab es tatsächlich eine Sache die wunderbar funktioniert hat: Alpines Klettern vorzugsweise in nordseitig ausgerichteten Wänden! Zum Glück konnte ich Seilpartner und Gäste auch von dieser Tatsache überzeugen.

Geh´ zua, Bua! – Aggenstein Nord-West

Vor dem vor kurzem beschriebenen vertikalen Heiratsantrag musste natürlich das Depot mit den Überraschungsutensilien erst mal dort hingeschafft werden. Warum da nicht die Pflicht mit der Kür verbinden und eine schöne Route klettern. Meine Frau war sofort dabei und so wiederholten wir eine Routenkombination, die ich mit meinem Vater entdeckt und geklettert hatte und die wir damals auf den treffenden Namen „Geh´ zua Bua!“ getauft hatten. Sie verbindet geschickt die Routen „Jamarah“,“ ZigZag-Weg“ und einige eigene Meter zu fünf abwechslungsreichen Seillängen bis zum 6. Grad. Erinnerungen an einen tollen Tag vor zwei Jahren vermischen sich mit der Freude, mit meiner lieben Frau unterwegs sein zu können. Nach dem erfolgreichen Heiratsantrag einen Tag später ging es dann ja noch schnell in den Wilden Kaiser und der Aufstieg zur Stripps war eigentlich ideal: Schön warm und steil, gerade unter Zeitdruck eine wahre Freude, denn: eine kleine abschließende Wanderung hat schon auch ihren Reiz!

Fortsetzung folgt …

Aggenstein

 

Alles Gute an Julia und Martin!

Während uns die Sommersaison voll im Griff hat – zum Glück momentan bei sehr guten Verhältnissen und Traumwetter – gab es letzten Freitag eine sehr schöne Abwechslung zu den „üblichen“ (was ist schon üblich) Führungs- und Ausbildungstagen.

Klettertour am Aggenstein

 

Von langer Hand inszeniert und vorbereitet, machte Martin seiner Julia vor einer Traumkulisse einen wunderschönen Heiratsantrag!

Was hat das mit der Bergführen und Kletterschule zu tun? Tja, der Heiratsantrag fand während einer Führungstour statt, und zwar am letzten Standplatz einer alpinen Kletterroute am Aggenstein. Am Vortag hatte ich dort schon ein Depot mit den nötigen Utensilien angelegt: Sekt, Gläser, Dekoration, keine halben Sachen eben! Bei Martins erster Anfrage habe ich mich besonders gefreut, da ich in Sachen alpiner Heiratsanträge quasi Voll-Profi bin – meine Frau kann das bestätigen. Trotzdem war ich recht gespannt, da ja bei solchen Aktionen schon ein paar Sachen stimmen müssen, bei Regen oder Gewitter klettert es sich schlecht, einen alpinen Heiratsantrag macht man dann erst recht nicht … Umso schöner war es, dass von der Einführung ins alpine Klettern über die gemeinsame Tour bis zu einer gelungenen Überraschung und dem abschließenden „Ja“ alles wunderbar geklappt hat!

Leider musste ich mich dann recht zügig verabschieden, ich hatte den Termin recht kurzfristig in einen gut gefüllten Sommerkalender gefügt und musste in den Wilden Kaiser wechseln.

Deswegen auf diesem Weg noch einmal:

Ich wünsche euch beiden eine glückliche gemeinsame Zukunft!

 

 

Der Winter hat uns fest im Griff – Sicher unterwegs

Seit Tagen schneit es, gerade hat der Lawinenlagebericht in Bayern einen „4er“ ausgegeben und unter „3“ waren wir schon länger nicht mehr unterwegs. Dazu oft schlechte Sicht und Wind. Jeden Tag mache ich mir Gedanken wie ich mit meinen Teilnehmern aus dem Tag das Beste herausholen kann und bin auf – für die jeweiligen Verhältnisse – anspruchsvollen Touren unterwegs.

Hier soll es nun kein weiteres Lehrbuch zum Thema geben, aber einige Tipps für deine nächste Tour. Sobald du Skitouren außerhalb von Skigebieten unternimmst, solltest du folgende Punkte als Minimalvorbereitung konsequent beachten:

  • Beginne deine Tour immer gut vorbereitet, was die Tourendurchführung, sicherheitstaktische Maßnahmen und Material betrifft. Je mehr du weißt, desto besser kannst du entscheiden und planen.
  • Eine vollständige Sicherheitsausrüstung muss dabei sein (LVS, Schaufel, Sonde, Verbandszeug, Handy und Biwaksack). Airbag-Rucksack und Helm können das Set noch ergänzen. Alles andere ist fahrlässig und du bist einfach selbst schuld!
  • Orientierungsmittel gehören immer dazu: Karte, Kompass, Höhenmesser, vielleicht sogar GPS und den (abfotografierten) Führertext der Tour.
  • Für diese kleinen Helferlein würde mancher Tourengeher im Fall des Falles sein letztes Hemd geben: starkes Klebeband, Kabelbinder, Werkzeugmesser, Reepschnur
  • Im Kopf dabei: Wetterbericht, Lawinenlagebericht und wichtige Telefonnummern
  • Eine anspruchsvolle Skitour oder Freeride-Abfahrt ist keine Rennstrecke. Wenn du am Limit unterwegs bist, siehst und hörst du nichts mehr und kannst nicht mehr gut reagieren. Außerdem macht ja eine Abfahrt mit müden Beinen auch keinen Spass mehr.
  • Nutze Pausen für einen Blick in die Karte, ins Gelände oder in dich selber.
  • Nimm deine Wahrnehmungen und dein Bauchgefühl ernst, wenn es dich warnt! Wenn dir der kleine Teufel über der Schulter Vorschläge ins Ohr flüstert, HÖR NICHT HIN!

Wenn du diese wenigen Hinweise befolgst, machst du schon wesentlich mehr als 90% der Tiefschneesportler und es kostet gar nicht viel Zeit!

Und hier noch einige gute Informationsquellen:

Hilfreiche Apps:

  • Für Infos zur Schweiz mit sehr gutem Informationsteil: „WhiteRisk“
  • Für Infos zu Österreich und Bayern samt weiterer Hilfsmittel: „SnowSafe“
  • Die App von meteoblue für den Wetterbericht: „meteo4me“

Webseiten mit Infos zum Wetter:

  • Wetterberichte für sehr viele Orte, inklusive Niederschlagsart, Wolkenhöhen etc.: www.meteoblue.com
  • Wetterstationen mit sehr präzisen Prognosen für recht viele Orte in Deutschland und der Schweiz, mit etwas Transfer eine gute Hilfe: www.meteomedia.de
  • Wetterbericht des DAV mit gutem Überblick über den Alpenraum: www.alpenverein.de/Bergwetter

Und hier gibt es eine Übersicht über die Europäischen Lawinenlageberichte:

Na dann: Viele schöne Erlebnisse im Tiefschnee!

 

 

Die Dohle ist gestartet! Optimaler Start in die Wintersaison

„Der Adler ist gelandet…“ so oder so ähnlich heißt es doch, wenn in Hollywood ein Coup geglückt oder ein Deal abgeschlossen ist. In unserem Fall muss es natürlich heißen: „Die Dohle ist gestartet!“.

Winter

Nach der wie erwartet guten Sommer- und Herbstsaison 2012, während „CHOUCAS – Deine Kletter- und Bergschule“ mit Kursen und einigen Fels-Führungen die ersten zaghaften Flugversuche unternommen hat, ist unsere Dohle mit der Wintersaison 12/13 voll durchgestartet. Der Kalender ist gut gefüllt und liest sich wie ein Blick in Bergsteigers Wunschliste:

  • Lawinensicherheitskurse
  • Skitouren in St.Antönien
  • Freeride-Event in Disentis
  • Freeride-Führungen im Allgäu, Außerfern und rund um die Zugspitze
  • Skidurchquerung Urner Alpen – „Urner Haute Route“
  • Die klassische Haute-Route Chamonix-Zermatt
  • Eisklettern, Ski- und Winterbergsteigen und steile Abfahrten als Privatführungen

Die ersten Veranstaltungen liefen super und machen Lust auf mehr!

Winter

Mit Bildern und Berichten werden wir Dich über die Saison auf dem Laufenden halten.

Wenn Du auch eine persönliche Wunschliste hast und wenn Du Dir dabei professionelle und individuelle Unterstützung wünschst, melde dich! Ob Beratung, organisatorischer Support oder vollständig geplante Privat- oder Gruppenführungen: „Das ist unser Job!“ (um mit einem weiteren Hollywoodzitat zu enden)