Öffnungszeiten über Ostern!

Öffnungszeiten über Ostern im Kraftwerk:

14.04.17 Karfreitag: 10-20 Uhr

15.04.17 Samstag: 10-20 Uhr

16.04.17 Ostersonntag: 10-20 Uhr

17.04.17 Ostermontag: 10-20 Uhr

An allen anderen Tagen ist normal geöffnet.

 

Öffnungszeiten über Ostern im Kletterzentrum Allgäu in Rieden:

14.04.17 Karfreitag: 10-19 Uhr

15.05.17 Samstag: 12-19 Uhr

16.04.17 Ostersonntag: geschlossen

17.04.17 Ostermontag: geschlossen

An allen anderen Tagen ist normal geöffnet.

AKTUELLER STAND KRAFTWERK

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Wir wollen Euch den aktuellen Stand unserer Arbeit nicht vorenthalten:

  • wir haben die Baugenehmigung
  • Wandbau und Matte sind beauftragt und werden pünktlich loslegen
  • wir hatten eine tolle Messe und freuen uns auf gute Zusammenarbeit mit SCARPA, CLIF-BAR und weiteren Kooperationspartnern
  • wir hatten Schlüsselübergabe und
  • sind am Brandschutzkonzept beschäftigt
  • wir haben ein riesiges und qualitativ hochwertiges Wahnsinns-Griffsortiment bestellt!!!
  • wir planen im Moment die Umbau-Maßnahmen und
  • freuen uns auf eine super Zusammenarbeit mit Muckefuck, die uns mit Hammer-Kaffee beliefern werden und uns auf unsere Siebträger-Maschine fit machen werden!

Es läuft!

LG Christoph

Was ist denn da los?

Was ist denn da los?

Ihr habt Euch vielleicht schon gefragt, was denn bei uns so los ist.

Keine neuen Artikel, Bilder, das geht natürlich in Zeiten der Informations- und Aktualisierungsmaxime nicht!

Ihr habt recht, das muss sich ändern, und wird sich ändern!

Allerdings sind wir ein kleines Unternehmen, arbeiten mit und unter Freunden und haben nicht unendlich Ressourcen.

Wir gestalten gerade einen Relaunch unserer Seite, bei dem wir einige Denkfehler und strukturelle Probleme beseitigen wollen und Details anpassen. Einfacher, besser, smartphone- und tablet-optimiert, neues Logo und neue Bildsprache.

Soweit die Theorie, die Praxis schaut bisschen anders aus:

Denn es ist jetzt gerade einfach so, dass wir neben unserem normalen Arbeits-Alltag gerade mal noch jeder ein Haus bauen, jeder ein Kind austragen oder schon bekommen haben und dann wird’s gleich mal eng bei den Neben-Projekten… .

Wir arbeiten dran, Euch zum Herbst 2015 eine total geniale neue Seite zu präsentieren und bevor wir jetzt Pfusch machen, machen wir´s lieber gründlich.

Beste Grüße, bleibt neugierig!

Einen guten Klettersommer!

Christoph Gotschke und Benni Vötterle

Therapie: Klettern

Zertifikatslehrgang Therapeutisches Klettern an der UMIT

Nach einer sehr guten und intensiven Sommersaison 2014 hatte ich letzten Herbst die Gelegenheit, mal wieder Input für die grauen Zellen zu bekommen, der zwar schon mit Klettern zu tun hatte, aber nicht im für mich alltäglichen Sinn. Ich hatte mich auf eine Ausschreibung hin für einen Lehrgang an der UMIT in Hall/ Tirol beworben, mit dem Ziel, mich im Bereich des Theraputischen Kletterns weiterzubilden und zu qualifizieren.

Im Sog des Boom-Sports Klettern entwickelt sich zunehmend eine Nachfrage im Bereich der therapeutischen Nutzung unseres fantastischen Sports, zum Teil mit tollen und hochwertigen Angeboten zum Teil leider auch eher erzwungen und gepfuscht. Physio-, Sport- und Ergotherapeuten aber auch Psychologen und Sozialpädagogen, eigentlich alle, die mit Menschen arbeiten, versuchen sich in diesem Metier, manche ganz hervoragend manche aber auch ohne Konzept, Ausbildung und ohne selbst im doch recht komplexen Sport Klettern sattelfest zu sein.

Auch ich und mein Team wurden schon für solche Massnahmen angefragt und um nun auch mit richtig Ahnung und nicht nur gutem Willen arbeiten zu können, habe ich diese Zeit und etwas Geld gerne investiert. Die Chancen dieses Zugangs aber auch die Risiken respektlosen Tuns sind Motivation genug, es gleich richtig zu machen!

Und: es war nicht nur richtig gut, mal wieder auf der anderen Seite des Unterrichtsgeschehens zu sein, gerade auch inhaltlich war diese Zusatzausbildung ein echter Gewinn.

Besonders interessant war für mich als Mann der Praxis, der ich zwar jedes Jahr hunderte Stunden und Tage unterrichte, trainiere und mit Menschen beim Klettern umgehe, der Input aus allen Fachrichtungen der psycho- und erlebnistherapeutischen Interventionen.

Außerdem war die Sensibilisierung in Richtung eines empathischen und therapeutischen Umgangs mit Menschen für mich eine Bereicherung, die ich in zukünftigen Trainings und therapeutischen Interventionen enorm gewinnbringend einsetzen kann.

Nicht nur das Endergebnis eines sportlichen Erfolges sondern gerade auch der Weg, der Prozess und das Lernen durch das Klettern bildet den Mehrwert und die Chance für uns!

Ich war zwar schon immer von der Vielfältigkeit und Erlebnistiefe unseres Sports begeistert, die tatsächliche therapeutische Tiefe und Nutzbarkeit wurde mir aber erst jetzt bewußt. Es hat nichts mit Hokuspokus zu tun, aber die Effizienz therapeutischen Kletterns ist sowohl auf physio- und ergotherapeutischer Ebene wie auch im Bereich der psycho- und erlebnistherapeutischen Interventionen schlicht begeisternd.

Und natürlich kann dieser Zugang auch jedem Kletterer der an seine Grenzen stößt, der sich nach einer Verletzung zurückkämpft oder der vielleicht mit Angst und Zweifeln zu tun hat, enorm helfen!

Durch die gute Dosierbarkeit und Vielschichtigkeit eignet sich Klettern unter diesem Blickwinkel für alle von 5 bis 90 Jahren, vom 2. bis zum 11. Grad und von Bewegungsaufgaben in absoluter Bodennähe bis zum Sturztraining mit Athleten.

Es geht schlicht und einfach nicht um Sport, sondern vielmehr um das Erlebnis!

Ich bin dankbar, eine weitere spannende Perspektive gewonnen zu haben und bin hochmotiviert, das bei Trainings für Kletterer und bei therapeutischen Massnahmen durch das Klettern zu transportieren!

Jetzt, einige Wochen und einige Einheiten nach dem Lehrgang kann ich mit gutem Gewissen sagen, und zum Glück geben mir Teilnehmer und Klienten ein entsprechendes Feedback, dass sich meine Art Klettern zu lehren und durch Klettern zu therapieren noch einmal deutlich verbessert hat.

Im Klettern steckt so viel, auch für Dich!

Bleibt neugierig!

Challenge by Choice

Gegen alle Widerstände – und jede Vernunft

Mitte März, Maiselwände:

Ein letzter Formcheck kurz vor dem langersehnten Boulderurlaub mit der Familie. Die kleingriffigen Konglemeratboulder der Riegel bei Freidorf sind meine absolute Antikletterei, aber genau deswegen bin ich da. Wo ein Defizit, da ist auch ein Potential. Nach einem recht guten Trainingswinter und bei guten, also knochenkalten Verhältnissen geht heute sogar bischen was. Die Trainings- und Aufwärmboulder fühlen sich leichter an als sonst, Stimmung kommt auf. Zwei Boulder, die sich bislang gewehrt haben, überrasche ich und erledige sie lautlos mit einem frontal-brachialen Erstschlag. Bevor sie sich noch wundern, ist der dicke Gotschke auch schon oben. Da wird doch nicht etwa mal ein Training funktioniert haben?
Mittlerweile sind die konsumptiven Ressourcen (Terminus, dem Gott der Fremdwörter muss auch ab und zu gehuldigt werden!) ziemlich abgebrannt, aber wenn schon mal was geht, dann gehen wir doch noch schnell zum Angstprojekt… .
Flum 7C+, die Matz, schaurigschön, aber gerade deswegen übt sie einen gefährlichen Reiz aus… .
Ich schleiche mich an, Gewalt ist eine Lösung, aber dieser Boulder scheint vorgewarnt zu sein, ich bin schon angezählt, kämpfe, zweimal bin ich knapp vor dem Durchstieg.
Einmal noch, Peitsche!
Plötzlich liege ich auf der Matte, genau wissend, dass ich heute keinen Griff mehr halten kann und will, noch tut zwar nichts richtig weh, aber im Unterbewußtsein gährt bereits die Vorahnung, dass der letzte Versuch der eine zu viel war.

Ende März/ Anfang April:
In Albarracin läuft´s wie geschmiert. Drei tolle Wochen Familien- und Boulderurlaub ziehen wie im Flug vorüber. Zwei 8As, viele andere tolle Boulder und einfach eine tolle Zeit! Über die gute Stimmung und die Erfolge verdränge ich erfolgreich eine Tatsache: ich bin verletzt. Jeden Tag tapen, ab und zu Schmerzmittel, kühlen, massieren, irgendwie geht’s schon, ich war noch nie so motiviert und beißen konnte ich schon immer. Die Gewissheit, in nächster Zeit keinen Urlaub mehr zu haben gibt den letzten Push. Erst gegen Ende, während das Thermometer schneller steigt als die nötige Form für das letzte Traumprojekt, realisiere ich: ich mach` hier gerade echt was kaputt.
Man muss eben nur fanatisch genug sein, hat mal Toni Lamprecht zu mir gesagt. Das habe ich wohl ein bisschen zu ernst genommen.
Am Ende bin ich fast froh, dass es zu heiß wird und ich eine gute Ausrede habe, nun nur noch ein paar Tage Urlaub zu machen.

April-September:
Der Sommer läuft unter dem Motto: Top im Job und Familienleben geniessen, was mich ja an und für sich auch glücklich macht, ehrlich.
Nun ist es aber eben auch so, dass ich mich dazu bekenne, nach schwerem und genialem Klettern süchtig zu sein und das macht mich im Sommer ´14 total kirre.
Solange ich aufpasse und sachte vor mich hinklettere, ist alles o.k.. Auch bis 9, alpin sowieso und Ausdauer und Athletik trainieren geht auch ganz passabel.
Wenn ich aber einmal aufstellen „muss“ (Elend ist selbstgewählt, ich weiß…), ist Schluss und zwar komplett. Mir war gar nicht klar, wie aufstell-lastig schweres Klettern ist…!
Erst als ich mir endlich ärztlichen Beistand hole und mit einer Kombination aus Entzündungshemmern, Akupunktur, Dehn- und Gleitübungen und Pause (ja echt!) behandle, später Disziplin, Tapen und -Achtung- mit Gefühl mit dem Klettern beginne und wieder dosiert auftrainiere, geht’s bergauf. Ich seh´ noch das Gesicht des Sportorthopäden meines Vertrauens, als es sich das Ding am Ultraschall anschaut: „ mhm, mhm…Ringbandanriss, Beugesehne entzunden, Ödem hier und da,… dass Du überhaupt noch irgendwas festhalten kannst, 6 Wochen Pause, danach leichtes Klettern, in einem Jahr (das sind ZWÖLF Monate, Herr Gotschke) VIELLEICHT wieder volle Leistung…)
Das hört sich aber jetzt nicht so gut an, leck mich am Ringband!

Ende September (2014, Anm. d. Red. 😉 ):
Ich weiß ja auch nicht wieso, aber irgendwie hab ich das dann doch ganz gut weggesteckt.
Gut, die ganz kleinen Griffe fühlen sich wirklich noch bisschen schwammig an und hartes Bouldern klappt auch nicht so richtig mega, aber dafür geht’s mit Seil ganz gut und Athletik- und Ausdauertraining ist ja auch mal ganz spassig.
Natürlich ist auf ´s Allgäu Verlass und pünktlich zur Genesung schifft´s (´tschuldigung) in Strömen.
Also ab ans Kraftwerk, oberster Sektor, da wird schon was gehen.
Im Indian Summer war ich auch noch nie, hoppala, das ist ja ein Boulder, geil…!
Nach zwei Sessions ist eine Lösung gefunden, wo ich keine kleinen Griffe halten muss (der Doc
hat´s verboten!), ich spring einfach an der Crux vorbei… .
Beim Ausbouldern fällt mir auf, dass die Tour ja gar nicht oben aufhört, man wird nach rechts in einen NoHandRest eingesaugt.
Wenn man aber direkt weiterklettern würde, ohne Rastpunkt eine weitere Boulderstelle und nochmal zehn steile Meter weiter… . Hmmm… .
An einem Regentag bohre ich die Verlängerung ein und stoße auf eine absolute Hammerlinie. Ganz nebenbei ist das Einbohren techno/solo im Vorstieg mit einer Regenwand paar Meter hinter meinem Rücken ein ziemliches Abenteuer… .
Das Projekt „Challenge by Choice“ motiviert mich dermaßen, gerade nach dem Null-Runden-Sommer, dass ich wieder richtig trainiere. Die körperliche Fittness bekommt einen Feinschliff, drei Kilo weniger schaden sicher auch nicht… . Den Durchstieg der Orignal Indian Summer, immerhin auch schon ein „Zehner“ nehme ich zwar zur Kenntnis, sehe es seit der Verlängerung aber nur als einen Trainingszwischenerfolg, zu sehr ist der Fokus schon fünfzehn Meter höher eingestellt.
Nach drei Sessions im Original, dem Bohr- und Putztag und weiteren zwei Sessions für die Erweiterung fällt „Challenge by Choice 10“ und damit meine zweite Erstbegehung im glatten 10. Grad. Am Umlenker fällt der Frust eines sehr schlechten Klettersommers ab, am allerhöchsten Punkt der Kraftwerkswand geniesse ich den Moment.
Am nächsten Tag fahre ich nach Hall, danach arbeite ich drei Wochen am Stück, das ganz normale Leben… . Timing und ein guter Riecher ist alles (und im richtigen Moment kämpfen, bis das Laktat aus den Ohren kommt….)!

Natürlich werden jetzt manche denken: was ist den heutzutage noch groß dran an einer Erstbegehung im zehnten Grad, wir haben doch jetzt 9b+, 9a onsight und 8C+ bloc, und irgendwelche Kids ziehen mit 11 die schwersten Sachen.
Das stimmt natürlich, aber für mich persönlich war´s ein tolles Erlebnis und ein mühsamer Weg bis dahin. Und in der Klasse „Vollzeit arbeitende, talentfreie Papis Ü30“ ist das schon mal gar nicht so schlecht.
Am Ende geht’s eh nur darum, seinen Weg zu gehen, Ideen und Ziele zu haben und intensiv zu leben.

Gandalf, der Graue gibt dem Hobbit mit auf den Weg nach Mordor:

„…es kommt nur darauf an, was du mit der Zeit anfängst, die Dir gegeben ist!“

Projekt Kletterturm Mindelheim

Mit der Sektion Mindelheim des Deutschen Alpenvereins verbindet mich schon seit einigen Jahren Sympathie, in dem legendären, dem besten Boulderraum aller Zeiten haben wir eine geniale Zeit verbringen dürfen. Deswegen freut es mich umso mehr, dass wir den Auftrag zur Erstbestückung des neuen Kletterturmes bekommen haben. Wir haben unser Bestes gegeben um euch zu einem guten Start zu verhelfen.
Die beiden Hebebühnen und die Schlagschrauber kamen nicht mehr zur Ruhe und in wenigen Tagen zauberten wir 80 Routen an die Wand. Alles in allem ist es sehr gut gelaufen, super Team mit Thomas und Dennis, schöne Wand von Walltopia, 2 Hebebühnen-Monster: So kann, will, muss und darf ich arbeiten!

Am 12. Juli ist Eröffnung, unbedingt weitersagen!

Kletterturm Mindelheim Kletterturm Mindelheim Kletterturm Mindelheim Thomas und Dennis

 

Heureka! Griffbrett-Montage

Heureka! Ich hab‘ die Lösung!

Welcher Kletterer kennt das nicht:

Stolz wie Nachbars Lumpi kommst Du vom Sportartikelhändler deines Vertrauens, vielleicht auch aus der Shopping-Meile in Arco oder – böse, böse – der Online-Anbieter liefert es nach Hause. Nun liegt es vor dir, der Traum unzähliger schlafloser Nächte, das Objekt deiner Begierde, der Quell deiner Hoffnung: DEIN NEUES GRIFFBRETT!

Es wird wie von selbst dein Fingerkraft-Problem beseitigen. Unwissenden, aber gerade deswegen neidischen Beobachtern wird in Zukunft nur noch deine Souveränität und beispiellose Form auffallen, Du wirst völlig schwerelos über kleingriffige Passagen schweben und Laktat wirst Du nur noch aus Erzählungen kennen… Doch auf dem Weg zu diesem traumhaften Zustand gilt es noch ein klitzekleines Problem zu beseitigen: Das Ding muss über der Tür montiert werden. Und als Du schwerbewaffnet mit Schlagbohrer, Dübeln, Schrauben und Staubsauger aufmarschierst, passiert es: Eine Macht, viel stärker als Du es jemals sein wirst, hält dich auf. Die personifizierte Vernunft in Gestalt Deiner Frau/Freundin/Mitbewohnerin oder deines Vermieters steht vor dir und stoppt dein euphorisches Treiben. Mädels, nehmt es nicht persönlich, aber dieses Klischee stimmt wirklich… Nein, Du wirst NICHT die frisch renovierte Altbauwohnung zerlöchern (ganz abgesehen davon, dass das Mauerwerk Schrott ist), Du wirst NICHT deine Spax-Schrauben in die schönen Holzbalken jagen und AUF GAR KEINEN FALL wirst Du dieses hässliche Ding fest in MEINER Wohnung installieren. Wie schaut denn das aus, Widerstand zwecklos, Rausschmiss garantiert. Du wirst weiter in die Kletterhalle gehen und eben NACH dem Training Klettervideos anschauen. Och Menno… ! Gibt es denn da gar keine Lösung, können wir das nicht nochmal in Ruhe besprechen? Nicht… !? Und wenn es eine Lösung gäbe, wo keine Löcher in der Wand bleiben, die ruckzuck auf- und abgebaut ist und die fast nix kostet…?

Trommelwirbel, Tusch, tatatataaaaaaa:

Du misst die wichtigsten Sachen aus (Griffbrett, Tür) und Du besorgst dir:

  •  2 Schraubzwingen (sie müssen aber so lange „Arme“ haben, dass die Bretter etwa in der Mitte erfasst werden!)
  •  2 passende Bretter (etwas höher und deutlich breiter als dein Griffbrett und dicker als die Leisten vom Türstock, sonst beschädigen die Schraubzwingen die Tür, auf meinen Bildern musste ich mit den zwei schmalen Streifen improvisieren)
  • ein paar kurze (!) Spax/Torx und einen Akkuschrauber

Dann schraubst Du Dein Griffbrett auf eines der Bretter, ziemlich genau horizontal 😉 Das andere dient nur dazu, den Druck der Schraubzwinge auf der Rückseite der Tür zu verteilen. Abschließend montierst du das Ganze zusammen: Die Bretter liegen auf dem Türstock auf, die Schraubzwingen halten das System zusammen, das hält bombenfest und durch die Druckverteilung wird weder dieWand, noch die Tür beschädigt! Check einfach mal die Bilder…

Beastmaker

Beastmaker

Los geht’s. Ab zum Baumarkt! 10 Minuten Montage. Pumpen bis der Arzt kommt! Gern geschehen, Bro!

Beastmaker – Testbericht

Albarracin  März 2014: Ich probiere an einem wunderschönen 8A Boulder herum und es wird immer besser, bleibt aber irgendwie ganz schön schwer, der entscheidende „Klick“ bleibt aus. Aus zwei Cuts sickert Blut durch das Tape, die Hände fühlen sich an wie Schnitzel. Für heute reicht es… Da kommt Ned Feehaly um die Ecke, ein sympathischer Sheffielder, seit einigen Tagen wohnt er mit seiner Freundin im Nachbar-Bungalow. Ob er ein bisschen mitprobieren darf… ja logisch, kein Thema.

Er wärmt sich auf, schaut sich kurz den Boulder an, wir tauschen Ideen aus. Er chalkt, steigt ein, steigt aus, FLASH! Kein großes Thema…! Ich bin ziemlich euphorisiert, seine Lösung war top und ich bin (wieder) hochmotiviert! Eine halbe Stunde später steige ich Zatoichi 8A ebenfalls durch. Als er zusammenpackt, fällt mir sein Shirt auf: BEASTMAKER.

Wieder daheim im Allgäu ist eine meiner ersten Maßnahmen, einen Beastmaker 2000 zu bestellen. Wenn die Ringbänder sich jemals wieder erholen, wird auftrainiert, nie wieder werde ich einen Boulder oder eine Tour wegen zu schwacher Hände aufgeben! Nie wieder werde ich mich überlasten wenn ich jeden Griff stellen muss wie irre, weil ich sie hängend nicht halte! Es hilft nichts, das muss ich echt mal in Griff kriegen (witziges Wortspiel…). Neds Vorstellung war beeindruckend, die Berichte, Tipps und Blogs lesen sich gut und die Firma ist mir supersympathisch. Da machen ein paar Top-Kletterer ihr Ding und produzieren das beste Griffbrett der Welt aus Holz!

Beastmaker

Was sich zuerst etwas seltsam anhört, bestätigt sich beim ersten Test. Durch die genialen Griff-Formen und die Holz-Oberfläche begünstigt, geht es beim Beastmaker nur um ein Thema: Finger- und Armpower und nichts anderes. Keine Henkel, nette Zangen und Pseudo-Aufleger, keine unnützen Gimmicks und Schnick-Schnack, dafür eine klare Optik aus schönem Holz und mit edlem Brandzeichen.

Beim Training kannst du überhaupt nicht über die Reibung tricksen, du musst die Griffe wirklich festhalten. Ein Riesenvorteil von Holz: Da zwickt nichts, da stört nichts, das geht sogar nach dem Klettern, wenn die Haut eigentlich durch ist. Die Beastmaker-Version „2000“ ist für Kletterer konzipiert, die im 9. Grad und drüber klettern (wollen). Das macht angesichts der Griff-Qualität auch Sinn. „Schwächere“ Kletterer werden damit keinen Spass haben, aber für diese Kletterer gibt’s dann Version „1000“ mit größeren Griffen.

Also, alles in allem: Top Produkt, coole Firma und „Danke“ für den Energie-Schub zum richtigen Zeitpunkt!

Weitere Infos gibt es unter www.beastmaker.co.uk

 

Family-Trip gone wild!

Nachdem 2013 reise- und urlaubsmäßig eher unter dem Kapitel „Lerne deine Heimat kennen“ laufen musste (auch wenn es schlechtere Regionen dafür gibt), war es dieses Jahr mal wieder  Zeit für einen kurzen Tapetenwechsel.  Im Vorfeld schien sich das Universum gegen uns verschworen zu haben: Getriebe-Schaden, Arbeit ohne Ende und natürlich bleiben wir auch von den ganz normalen Herausforderungen des Familien-Alltags nicht verschont. So schien Leo es nicht mit einem normalen Kleinkind-Gebiss belassen zu können, sondern hatte sich vorgenommen, ungefähr doppelt so viele Zähne zu kriegen. Und für meinen Geschmack hätten ein paar Wochen weniger Aufbau des Immunsystems (a.k.a. Dauer-Rotz) bei Leo (und uns) auch gereicht. Zum Glück war ein Flug und ein Bungalow gebucht und bezahlt und so mussten wir ja fast termingerecht abreisen.

Albarracin

Ganz Gewohnheits-Menschen setzten wir auf Bekanntes und Geschätztes und verzogen uns nach Albarracin, dem spanischen Boulder-Mekka, wo wir hofften Familienurlaub und Sport gut unter einen Hut zu bekommen. Wir waren dort schon zweimal vor Leos Geburt und wussten um die Qualitäten des Gebietes. Die Reise nach Spanien lief unterschiedlich gut, Leo wollte den Anweisungen des Flugpersonals nur bedingt Folge leisten und so hatte Katharina alle Hände voll zu tun, während ich und Balu eine zwar sehr weite, aber viel entspanntere Autofahrt hatten. So hatten wir dann vor Ort ein eigenes Auto, der Hund musste nicht in einen Frachtraum und für unser Gepäck hätten wir sowieso eine Cargo-Antonow gebraucht.

Albarracin

Nach einem halben Einklettertag – Geduld war ja noch nie meine große Stärke – ging’s dann mit einer guten Taktik zur Sache. Immer wenn es richtig kalt und windig war, war Papa G. am Start, und Mama G. hielt die Bestien in Schach. Wenn es dann wärmer wurde wechselten wir die Aufgaben, jeder wie er mag.

In den ersten beiden Wochen ging der Plan wunderbar auf, und das Training im besten Kraftraum der Welt zahlte sich aus. Ich hatte den Winter über tapfer versucht, die üblichen Auswirkungen eines Bergführer-, Kletterhallenbetreiber- und Familienvateralltags zu bekämpfen. So kam ich mal nicht unbeweglich wie ein Doppel-T-Träger und mit der Körperspannung eines Aals dort an, sondern mit einer für meine Verhältnisse guten Form. Und der gute Kletterherbst war sicher auch kein Schaden. Bei perfekten Verhältnissen – wenn man so wie Balu, Leo und ich eben auf leichten Schneefall, Temperaturen nahe Null und Wind steht – lief’s wie am Schnürchen. Kälte-empfindlichere Personen mussten dann eben sehr effizient die kurzen Warmphasen nutzen (in denen dafür Leo recht zuverlässig Siesta hielt).

Albarracin

Neben einer ganzen Reihe toller Boulder bis 7C, konnte Papa G. mit Zarzamora 8A, Zatoichi 8A und Galactica 7C+ seine bisher schwersten Boulder klettern. Mama G. zeigte in der Klasse „heiße Mamas (noch) unter 30“ eindrücklich, dass sich der tägliche Kampf mit drei Voll-Chaoten durchaus positiv auf Körperkraft und Biss auswirkt, ließ mal eben zwei Bouldergrade aus und kletterte neben einer Menge Boulder bis 6c auch ihren ersten 6C+ und 7A Boulder! Glückwunsch und Danke für deine Unterstützung!

In der dritten Woche wurde mehr als deutlich, dass auch in Albarracin nicht jeder immer schwer bouldern kann. In meinem insgeheimen Ziel des Trips, der Traumlinie El Varano 8A, lief’s nicht mehr so rund. Das Thermometer kletterte schneller als ich und irgendwann konnte ich auch eine zunehmende Ermüdung nach zwei Wochen Pushen nicht mehr leugnen. Und weil zwar alle mit drei Spottern und mindestens sechs Matten den „Varano“ probieren, der Gotschke das alles nicht braucht und sogar an seinen zwei Matten noch vorbei springt, kommt er halt auch mal mit Prellungen und einem dicken Fuss am Abend zurück, so dass er in keinen Kletterschuh mehr reinpasst – und auch gar nicht mehr rein will!

AlbarracinSo machten wir noch ein paar Tage Urlaub wie vernünftige Touristen mit Stadtbummel, Baden usw., was für zwei Tage auch echt mal ganz o.k. war… Am Ende war aber klar: Da waren wir nicht zum letzten Mal, hart Bouldern und Familienurlaub ist eine Super-Kombination und am „Varano“ räche ich mich auch noch, versprochen!

Hasta luego!

Ab jetzt mit vollem Durchblick! – Bergsport mit und ohne Brille

Vor Kurzem ließ ich mir meine Augen lasern und kann nun ohne Brille oder Kontaktlinsen in den Bergen unterwegs sein. Hier meine Erfahrungen dazu, die auf der Homepage des Augen-Versorgungs-Zentrums Weilheim erschienen sind:

Ich bin Berufs-Bergführer, leidenschaftlicher Kletterer und Betreiber einer Kletterhalle. Damit dreht sich mein Alltag um Bergsport und ich tue das was die meisten gelegentlich oder Hobby-mäßig betreiben, so gut wie jeden Tag. Über den Winter sind es viele, viele Skitouren- und Eisklettertage oder Ausbildungs- und Trainingseinheiten, im Sommer reihen sich Sportklettern, Alpinklettern und Hochtouren nahtlos aneinander. Und damit es ja nicht langweilig wird werden noch Kletterhallenrouten geschraubt, Montagen und Wartungen durchgeführt und zu guter Letzt noch neue Routen am Fels erschlossen und geklettert.

Ich liebe dieses Leben, von einem Bürojob habe ich mich erfolgreich und so weit wie möglich ferngehalten, jeden Tag mittendrin statt nur dabei! Natürlich bringt dieser Lebensstil auch jeden Tag Schweiß, Staub, Schmutz, Dämmerlicht, Regen, Nebel, Frost, etc. mit sich. Und das (bis gestern!) mit Brille oder eben Kontaktlinsen. Irgendwie hatte ich mich, seit in der siebten Schulklasse die Sehhilfe für mich nötig wurde, damit abgefunden und arrangiert. Aber irgendwie war es auch etwas, das mich Tag für Tag gestört hat, mal mehr, mal weniger. Beschlagene oder verstaubte Brillengläser, vereistes Kontaktlinsen-Pflegemittel, verlorene und verrutschte Kontaktlinsen oder sündhaft teure Sonnenbrillen mit Schliff oder Einsatz, die Liste der Kompromisse ist lang aber lange Zeit war das eben einfach so.

Bereits vor zehn Jahren hatte ich mich über die Möglichkeit einer Augenkorrektur mit Laserbehandlung informiert, aber damals änderte sich meine Stärke noch ein wenig, die Behandlungsmethoden hörten sich, im Vergleich zu heute, noch etwas rustikal an und ich war ja auch gerade Anfang zwanzig. Über die Jahre unterhielt ich mich aber immer mal wieder mit Patienten und Ärzten und informierte mich über die Fortschritte der Behandlungstechniken. Jetzt, im Herbst 2013 kamen mehrere Dinge zusammen. Eine neue Brille wäre nötig geworden, wieder rund tausend Euro für eine ungeliebte Sache. Ein „Beinahe-Unfall“ durch eine beschlagene und vollgetropfte Brille. Mein kleiner Sohn war nun alt genug um mir wirklich täglich mit Freude im Spiel die Brille vom Gesicht zu reißen und zu guter Letzt und ganz ehrlich: ein sehr gutes Geschäftsjahr hatte die geheime Spardose für diesen Zweck vervollständigt.

Am Ende lief dann alles recht zügig: Eine Bekannte empfahl mir wärmstens das AugenVersorgungsZentrum und Dr. Pfäffl, was die Orientierung im Google-Dschungel doch deutlich erleichterte. Ein sehr ausführliches und gutes Beratungsgespräch überzeugte mich restlos in der Entscheidung, die momentan bestmögliche Behandlungsmethode zu wählen. Und schon eine Woche später war dann der große Tag, es war wirklich noch ein Termin frei, so konnte ich mir erstens mein schönstes Weihnachtsgeschenk machen und zweitens werde ich gleich die komplette anstehende Wintersaison 13/14 „ohne“ angehen.

Christoph Gotschke

Offen gestanden war ich in der Woche zwischen dem letzten Beratungstermin und dem Behandlungstag aufgeregt wie selten zuvor, allerdings keine negative Aufregung, sondern eher eine Mischung aus Vorfreude, Ungeduld und Anspannung. Wie vor einer lang ersehnten anspruchsvollen Tour eben. Am Behandlungstag selber ging`s dann zum Glück absolut zügig und reibungslos. Ehrlich gesagt gibt es zwar angenehmere Situationen wie unter dem Laser zu liegen, aber das Team um Herrn Pfäffl, die ruhige, konzentrierte Routine und Professionalität und natürlich die Schnelligkeit der Behandlung ließen keinen großen Stress entstehen. Und der absolute Hammer kam ja direkt im Anschluss, kaum war ich aufgestanden, konnte ich den Umständen entsprechend sehr gut sehen. Natürlich war ein vollkommen normaler leichter Nebel und leichte Irritationen vorhanden aber ansonsten konnte ich ohne Schwierigkeiten sehen und das keine Minute nach dem Laser-Eingriff! Noch während der Heimreise und am Abend wurde es stündlich immer noch besser und jetzt, am nächsten Morgen, ich fahre gleich (selbst und ohne Brille) zur ersten Nachuntersuchung, bin ich beschwerdefrei. Bei mir sind, vermutlich durch die absolut perfekte Behandlung, Reizungen und sonstige Komplikationen ausgeblieben, lediglich um Leuchtquellen sehe ich noch einen kleinen Schimmer. Ein Nicht-Brillenträger kann sich die Erleichterung und Freude gar nicht vorstellen, die ich momentan spüre. Und ein bisschen „das gibt’s doch gar nicht“ ist auch noch dabei. Ich werde gleich heute Nachmittag mal intensiv testen, wie es denn so beim Klettern ist…

Zwei Wochen später, Anfang Januar: Normalerweise gewöhnt der Mensch sich ja recht schnell an Neues und was gestern noch ganz besonders war ist heute schon selbstverständlich. In diesem Fall ist es -zum Glück- nicht so. Noch immer geht morgens der erste Handgriff zum Nachttisch und sucht die Brille. Beim Rucksackpacken will man kaum glauben, dass einfach keine Hilfsmittel gebraucht werden. Und beim Outdoor-Sport, sei es Trail-Läufe, Skitouren oder Felsklettern, ist die neue Lebensqualität einfach zu eindrücklich um selbstverständlich zu sein.

Auch keinesfalls selbstverständlich war die erstklassige und professionelle Betreuung und Beratung, die ich bei Dr. Pfäffl genießen durfte, vielen Dank nochmal an dieser Stelle!

Ich wünsche allen ein Gutes Neues 2014 und immer guten Durchblick!

Christoph